Erst der Anfang

Für den Leser wichtig: Um ein möglichst authentisches Gesamtbild in den folgenden Zeilen zu erhalten, sollten Sie den Text mit der bekannten Stimme des Philip Maloney in Gedanken gelesen werden. Dazu eine kleine Hörprobe als Beispiel:

Ein verregneter und bewölkter Sonntag wie jeder andere steht mir an diesem 04.10.2020 bevor. Allerdings kurz vor 12:00 Uhr klingelt mein Telefon: Ich nehme ab:
„Maloney?“
„Guten T– mein Name ist Mar– Ab– von den Giswil Drag—. Wir brauchen Ihre Hi—.“
„Moment ich verstehe Sie ganz schlecht die Verbindung ist sehr instabil. Wobei brauchen Sie meine Hilfe?“
„Wir vermi— uns– eue– am besten seh— sie selbst heut- um ein Uhr — in Su—see–.“
„Habe ich richtig verstanden um ein Uhr in Sursee?“
„Ein Uhr fünf— ig in –dies–en“
„Was soll ich den dort sehen und wie sieht es aus mit einem Vertragsmandat und der Bezahlung?“
„Ja da-ke- tut tut tut“

Aufgelegt. Was soll ich da nur tun. Ob die schlechte Verbindung an einem der auf dem Bürotisch-Stapel offenen Rechnungen der Telefongesellschaft liegt? Piesacken die mich bewusst mit schlechten Verbindungen oder verfalle ich da in dieser Zeit einer der omnipräsenten Verschwörungstheorien. Naja Ändern kann ich das jetzt nicht und aus dem höchst merkwürdigen Telefonat habe ich (schliesslich bin ich ja ein Privatdetektiv) die Treffpunktkoordinaten ermittelt. Ohne die Details der Bezahlung oder des eigentlichen Auftrages im Vorfeld geklärt zu haben reise ich also nach Sursee. Da auch in meiner Branche in den vergangenen Monaten nicht viel Aufträge eingegangen sind, schliesslich wird ein Seitensprung, ungeklärter Mord, oder vermisste Person in Quarantäne eher schwierig zu verstecken, packe ich also die Gelegenheit beim Schopf. Pünktlich um 13:50 befinde ich mich in Sursee. Dank meiner Recherchen zu den Giswil DragONS (das war zumindest der erste Vorschlag des amerikanischen Suchmaschinen Anbieters) steuere ich direkt die Turnhalle in dem luzernerischen Sursee an. Drinnen angekommen zweifle ich an kurz an meinen detektivischen Fähigkeiten. Anscheinend bin ich doch etwas zu späht. Das Team der Giswil Dragons ist auf dem Feld nicht zu sehen. Anscheinend ist das Spiel gegen die Tessiner des UH Vallemaggia bereits in der Pause. Mein potentieller neuer Klient steht mit 1:4 in Rücklage. Gemüthlich mache ich es mir mit meiner Maske auf der Tribühne bequem. In der zweiten Hälfte ist deutlich erkennbar, dass die Truppe um Martin Abächerli etwas vermisst. Die Tessiner spielen die Obwaldner beinahe an eine Wand und erzielen 6 Treffer. Den Giswil Dragons gelingt allerdings nur gerade einer. Somit verlieren sie das Spiel mit 2:10. Da ich mich während der Pause stärken wollte und (da ich ein absoluter Sportbanause bin) eine allfällige Vorbereitung nicht stören wollte; wartete ich gespannt auf Spiel Nummer zwei am heutigen Tag.

Der Gegner kam erneut aus der Sonnenstube der Schweiz. Der UHT CSKA Lodrino war die zweite Prüfung für die Giswil Dragons an diesem Tag. Ein Unihockey Spiel so von Anfang an zu verfolgen war schon spannend. Hatte ich doch in den zweiten 20 Minuten des ersten Spiels einiges gelernt. (Ja ich bin schon noch lernfähig auch in meinem Alter.) Dieses mal sah es besser aus für die Obwaldner. Mit einer knappen 3:2 Führung konnten sie sich in der Pause kurz erholen. Mit viel Kampfgeist gelang auch die zweite Hälfte im Sinne der Dragons. Ein erneuter ein Tore Vorsprung mit 4:3 dieses mal beendeten sie das zweite Spiel mit zusammengezählten 7:5 Endstand. Von einem Zuschauer liess ich mich informieren, dass damit die ersten zwei Punkte der Saison im Trockenen waren. Erst später habe ich bei meiner Recherche im Internet gesehen, dass es in der Speziellen Saison nicht unbedingt um Punkte geht, sondern um den Punktequotient. Aber davor später mehr.

Ich war gespannt auf das Gespräch mit Martin und wie ich den Giswil Dragons helfen kann. Damit verbunden natürlich auch wie mein Honorar aussehen sollte. Aber dazu mehr in der nächsten Folge….

Genderübergreifend an dieser Stelle noch ein kleines Wortspiel, dass auf den Ausgang des vor kurzem gespielten Cup Derbys der Giswil Dragons Damen gegen die Floorball Obwalden Damen hinweist.

Der Erhabene Recke Betreibt Yoga Sicherlich Intensiv Engstirnig (und) Gekonnt. (Und dies gleich) 11 (mal in) 3 (Minuten)

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