Fake News

Die Giswil Dragons sind ein Sportverein. In ihren Statuten sind politische (und religiöse) Zugehörigkeiten ausgeschlossen. Trotzdem dreht sich die heutige Berichterstattung immer wieder um ein medial-politisches Thema. Seit der Wahl eines Präsidenten eines entfernten Kontinenten taucht ein neues Phänomen in der Journalismus Branche auf: Fake News. Bis zum Jahre 2016 wurde ein seriöses Medienhaus nach einer Falschmeldung jeweils aufgefordert eine Berichtigung abzudrucken. Dieser Anspruch existiert weiterhin und kann Zivilrechtlich eingefordert werden. Im Nachfolgenden Bericht könnten sich möglicherweise ein paar wenige dieser Fake News eingeschlichen haben. Der Autor macht sich aber über die Zivilrechtlichen folgen keine Gedanken. Können doch maximal 6 Personen die folgenden Schilderungen bestätigen oder dementieren.

  1. „alt ehren Giswiler Training“

Am Vergangen Freitag fand das erste Training für passive Dragons Mitglieder statt. Die Bedingungen einfach:

    • min. 30 Jahre alt
    • min. eine aktive Saison bei den Giswil Dragons
    • keine aktuelle Teilnahme am regulären Meisterschaftsbetrieb

Dass es sich um ein sehr hochstehendes Training handeln würde zeigte sich bereits im Chat verlauf der auserwählten Teilnehmer. So zogen es einige vor sich überhaupt nicht zu melden, während andere nach undurchsichtigen Entschuldigungen suchten um nicht teilnehmen zu müssen. Der Stolz lies es wohl nicht zu, einfach abzusagen. Der Körper ist aber möglicherweise noch nicht bereit auf dem hohen Niveaus der Ehemaligen mitzuhalten. So fanden sich am Freitag also die 36 fittesten und stärksten passiven Mitglieder der Giswil Dragons. (Obwohl bei einigen noch der Zahlungseingang der Passivmitgliedschaft nicht verzeichnet wurde.) Während die Torhüter sich bereit machten, vertrieben sich alle anderen die Zeit, den Umgang mit Stock und Ball weiter zu perfektionieren. In einem Passspiel versuchten die Verantwortlichen für die Teameinteilung das Spreu vom Weizen zu trennen. Jeder Spieler überstand diese Prüfung mit Bravour. Ein Zuschauer hätte grösste Mühe gehabt die Pässe bei deren Geschwindigkeit verfolgen zu können.

Nachdem beide Torhüter bereit waren, (im folgenden als der Kleine und der Flache bezeichnet) fand die professionelle Einteilung der Teams statt. Dabei wurde mit Stockrichtung, Alter, Talent, Position, Sympathie und Antipathie alle möglichen Einflüsse berücksichtigt. Das Tempo im Spiel überstieg das Niveau der 1. Kleinfeldliga bei weitem. Ohne den schwindenden Haaransatz einiger Teilnehmer hätten Zuschauer vermuten können die Schweizer Nationalmannschaft befinde sich in Giswil. Ohne einen jeweils verantwortlichen Trainer, wechselten beide Teams diszipliniert und schnell die ermüdenden Spieler aus. Es sah fast so aus als würden immer dieselben 6 Spieler sich auf dem Feld bewegen.

Die Kondition der Teilnehmer war berauschend. Über 90 Minuten spielten beide Teams auf konstant hohem Niveau. Die drei kleinen Pausen gewährte das Kollektiv nur zugunsten der beiden Torhüter. Diese spielten bis dahin eine beeindruckende Partie. Der Kleine hatte vermutlich das Glück etwas mehr auf seiner Seite und verzeichnete nicht weniger als 15 Latten oder Pfosten- Treffer.  Der Flache bemerkte in der Schlussphase seine alte Kriegsverletzung am linken Oberschenkel. Diese Ermüdungserscheinung nutzten die taktisch versierten Teams jeweils gnadenlos aus. Trotz immer wieder aufmunternder Worte und Taten, fielen 50% aller Tore in der unteren rechten Ecke (vom Schützen aus gesehen.)

Als die Uhr bereits 22:00 anzeigte wollten einige der Teilnehmer noch lange weiter spielen. Aber die elektrische Installation der Halle lies dies nicht zu. Somit musste die Mehrzweckhalle verlassen werden und das geschehen verschob sich in die Grossteiler-Wirtschaft. Als passive Sportler in ihren besten Jahren pflegten die noch 35 anwesenden Dragons das cool-out. Dazu gehörte natürlich das isotonische Getränk, sowie die nötige Kohlenhydrate zufuhr.  Wie in den professionellen Jahren davor fand die Nachbearbeitung einzelner Situationen, taktischen Einstellungen und gewonnen Attribute statt. (Kurz es wurde umgangssprachlich viel „Nachgejasst“)

Dieses erste Training kann also als voller Erfolg bezeichnet werden. Für die Zukünftigen Trainings behält sich der Vorstand der Giswil Dragons vor schriftliche Einladungen zu versenden, nachdem folgende Dokumente bei der Geschäftsstelle eingegangen sind:

  • Zeugnis des Gesundheitszustandes
  • Bestandener Fitnesstest (2.8km in 12min.)
  • Zahlungseingang des Passivmitglieder-Beitrages
  • Materialliste der Schuhe, Stock & diverses….
  • Motivationsschrieben

Diese Punkte können bei erneutem grossem Andrang auf das ehemaligen Training vom Vorstand eingefordert werden, um die Qualität des Trainings weiterhin hoch zu halten.

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